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Funkgeräte amerikanischer Herkunft

Josef Huber, DL1ZI


National Empfänger NC-183

Der Empfänger NC-183 wurde in den Jahren 1947 bis 1952 auch unter der Bezeichnung NC-183T gebaut. Varianten des NC-183 waren die Modelle NC-183R (eine Einbauversion, sogen. rack mount version), das Modell NC-183D ( sogen. dual conversion) mit anderen Röhren, und das Modell NC-183DR (als rack version). Fred Ostermann gibt in seinem Buch (s. Seite 21) den Neupreis des Geräts NC-183T mit $ 268 bis $ 279 an, den für ein Gebrauchtgerät mit $ 100 bis $ 150. Das Modell NC-183R wurde 1952 bis 1957 gebaut und kostete $ 370 bis $ 449. Der Empfänger ist mit 16 Röhren bestückt. Unterhalb 7 MHz arbeitet das Gerät als Einfachsuperhet, oberhalb 7 MHz als Doppelsuper mit einer ersten Zwischenfrequenz von 2010 kHz, und einer zweiten Zwischenfrequenz von 455 kHz.
RX NC-183

Bild 1:
Ansicht des Empfängers NC-183 mit Hinweisen auf die Bedienungselemente (nach Abbildung im Gerätehandbuch).


Zwei 180°-Skalen und die dazugehörigen beiden Abstimmknöpfe sowie das S - Meter in der Mitte bestimmen das Gesicht des Empfängers. Zwischen den beiden Abstimmknöpfen befindet sich der Bereichswahlschalter für die Bandwahl. Das Schaltungskonzept und die Bedienung sind ähnlich dem legendären US Empfanger Hallicrafter Super Skyrider Modell SX 28, der bei manchem "Veteran" und auch Funkamateur (hoch in Ehren) im Wohnzimmer als nicht zu übersehender Zeitzeuge steht. Die einfache Bedienung ist ein wichtiger Vorteil. Mit der Bandspreizung läßt sich der Empfänger schnell auf die gewünschte Station abstimmen. Beide Frequenzskalen haben Eichmarken als Abstimmhilfe. Der Frequenzbereich ist durchgehend von 540 kHz bis zu 31 MHz und von 48 bis zu 56 MHz. Die Bandspreizung ist in allen Bereichen wirksam, da den 4 Segmenten des Hauptabstimmdrehkondensators ein 4 Segmente Drehkondensator kleinerer Kapazität parallel geschaltet ist.


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Das Oszillator-Statorpaket hat zusätzlich eine Bi-Metallplatte als veränderliche Kapazität zur Temperaturkompensation. Andere Merkmale und Bausteine des Empfängers sind:
  • Antennentrimmer im Eingangskreis zur Impedanzanpassung,

  • Regler für die HF-Verstärkung ist auf die HF- und ZF-Stufen wirksam,

  • Umschalter für automatische Verstärkungsregelung,

  • Regler für den NF-Pegel, Regler für den NF-Frequenzgang,

  • Schalter für die NF-Störbegrenzung, Umschalter für den externen NF-Eingang,

  • Umschalter für Sendung-Empfang,

  • Regler für den BFO mit +/- Frequenzeinstellung,

  • S-Meter mit Kalibriertrimmer an der Rückwand zur relativen Anzeige der Eingangsspannung,

  • Oktal-Sockel für den Anschluß von Zusatzgeräten.

  • Der Frequenzbereich des Empfängers NC-183 ist in 5 Empfangsbänder unterteilt:
    
     Band     Frequenzbereich              Bandspreizung
    (BAND)  (General Coverage)              (Bandspread)
    
      A                                  48,0 MHz ... 56,0 MHz
      B     12,0 MHz ... 31,0 MHz        27,0 MHz ... 30,0 MHz
                                         14,0 MHz ... 14,4 MHz
      C     4,30 MHz ... 12,0 MHz         7,0 MHz ...  7,3 MHz
      D     1,60 MHz ...  4,3 MHz         3,5 MHz ...  4,0 MHz
      E     0,54 MHz ...  1,6 MHz
    
    
    Amateurfunk-Band         Frequenzbereich-Skaleneinstellung
     (AMATEUR BAND)           (General Coverage DIAL SETTING)
           6 m                      198 on linear scale
      10 m ... 11 m                       30,0 MHz
          20 m                            14,4 MHz
          40 m                             7,3 MHz
          80 m                             4,0 MHz
    

    Tabelle 1:
    Übersicht der Frequenzbereiche und der Bandspreizung für die 5 Bänder des Empfängers

    Mit dem Quarz-Phasenschieber können bei geübter Handhabung benachbarte Stationen wirksam unterdrückt werden. Dabei muß man auch die HF-Regelung und bei CW-Empfang die BFO-Frequenz der Empfangssituation anpassen. So ganz einfach ist die Abstimmung mit dem Quarzfilter nicht. Mit dem Phasenschieberegler läßt sich ein scharfes Loch zur Unterdrückung eines nahe am Nutzsignal liegenden Störsignals einstellen. Um die Selektivität des Empfängers zu verbessern, wurde dieses Quarzfilterkonzept des öfteren durch andere Filterkonstruktionen ersetzt, zumal der Platz auf dem Chassis an der Frontplatte dafür günstig liegt. Auch andere Empfängertypen wurden dahingehend modifiziert und die Bedienung mit Filter vereinfacht.


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    Collins Radio Company brachte 1954 einen Adapter mit mechanischem Filter für den Empfänger Hammarlund SP-600 auf den Markt (Bild 4). Bild 2 zeigt das geöffnete Filter und darunter seine Schaltung. Es waren keine Änderungen am Empfänger nötig. Der Adapter wurde in der 1. ZF-Stufe an Stelle der Röhre eingesetzt.

    Mechanisches Filter

    Bild 2 (links): Mechanisches Filter von Collins im Größenvergleich zur 12AU7.
    Bild 3 (rechts): Adapter 353B



    Filterschaltung

    Bild 4:
    Schaltung des mechanischen Filters für den Adapter 353B von Collins nach Bild 2.





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    ZF-durchlaßkurven

    Bild 5:
    Das Bild zeigt die Durchlaßkurven für die ZF-Stufen des Empfängers (mit und ohne) zusätzliches Filter. Die Kurven wurden an einem Oszilloskop als Abgleichhilfe abgezeichnet, um die Wirkungsweise für verschiedene Einstellungen deutlich zu machen.


    Für andere Fabrikate mußte man sich den Adapter für den festen Einbau selbst anfertigen. Der Empfänger NC-183 in der Sammlung des Amateurfunkmuseums mit der Inventar-Nr. G-389 wurde hauptsächlich für den Empfang von CW-Signalen auf diese Weise umgerüstet. Die CW-Signale waren damit deutlich besser zu hören, die Bedienung des Empfängers war wesentlich einfacher. Auch gestörte AM- und SSB-Signale waren klarer lesbar.


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